KalliKalli...

Kalli
  • Name:         Kalli
  • Rasse:         Dalmatiner
  • Geburtstag: unbekannt
  • Größe:         ca. 58cm
  • Gewicht:       ca. 26 Kilo
  • Dabei seit:    Frühjahr 2006
  • kastriert:       ja
  • Interessen:  Essen, Bälle, Bäume tragen, wegsein, schlafen,  Autofahren
  • Nachteile:     Kleiner Authist, geht manchmal verloren, haart nicht - nadelt!
  • Kalli's Lebenslauf
Kalli ist ein Second- oder Third-Hand-Hund, ich hab keine Ahnung,  woher  er stammt, wie alt er wirklich ist und wie viele Leute ihn wirklich vor mir hatten. Ich bekam ihn 'überreicht' mit den Worten, der ist zwei oder drei oder so. Netterweise durfte er vor der Abgabe noch Welpen mit der HD-kranken Hündin der alleinerziehendkallien und nicht gerade wohlhabenden Vorbesitzerin zeugen... -ohne Kommentar-
Ich schätze eigentlic
h, dass er ein Niederländer oder ein Pole ist. Die Vorbesitzerin verlange eine lächerliche Gebühr, wär er ein 'hochwertiger' Dalmi, hätte sie sicher mehr abkassiert, außerdem entspricht er überhaupt nicht dem Rassestandard. Zuviel Flecken bzw. Platten mit weißen Stichelhaaren und schon allein die Rute, zu kurz, zu dünn... und das ach so typische Dalmatinergrinsen kanner auch nicht... cheesebuerger.de das ist aber alles nicht bös gemeint, er ist mein liebstes Sondermodell!
Kalli kam irgendwann im Frühjahr 2006 zu mir, er war anfangs furchtbar. Er prollte und protzte, er bremste mich am Fahrrad aus um einen Grashalm anzupinkeln und tat auch sonst nicht viel mehr, als zu pinkeln. Er ging häufig verloren, er achtete schlecht auf mich und bemerkte im Wald nichtmal, wenn ich auf einen anderen Weg abbog, er fraß Müll und leckte wie gestochen angepinkelte Grashalme oder Hündinnenhintern ab... Zwischendrin geriet er zwei oder dreimal mit anderen Rüden krass aneinander und endete jedesmal als Opfer... nicht nur einmal dachte ich
Kallianfangs, ist das wirklich mein Zweithund? Ich warf auch mit der Aussage "Das ist mein erster und letzter Rüde!!" um mich...
Nina hasste ihn, lange weigerte sie sich, überhaupt mit dem neuen, ekligen Stinkding in einem Raum zu schlafen. Ich wurde nachts
von ihren bohrenden, vorwurfsvollen Blicken wach, weil sie genervt an meinem Bett stand. Sie wär ihn gern schnellstmöglich wieder losgeworden, immerhin machte er ihr einen Großteil ihrer bis dahin ungeteilten Aufmerksamkeit streitig! Ständig wurd nur nach ihm geguckt, nach ihm gerufen, mit ihm geübt und sie stand unnütz daneben.  Inzwischen weiß sie aber, wie dankbar ich ihr bin, mich auf sie verlassen zu können. 
Mit Kalli lernte immer wieder mit neuen Dingen umzugehen. Er war eben nicht meine gewohnte Nina und ich lernte als erstes, mal wieder bei fast-Null anzufangen und nicht die Nina-Erwartungen auf Kalli zu übertragen.
Es war schließlich nicht nur, dass er ein Protz war und verloren ging, er hatte auch immer mal wieder seltsame Pinkelattacken. Sein Kopf ist recht schnell voll, besonders wenn außergewöhnlich viele Eindrücke auf ihn einströmen oder er sich übermäßig lange konzentrieren muss. So stand ich nach einer chilligen Radtour an einer Ampel, meine zwei Kötis neben mir und Kalli lief einfach aus. Er stand ganz normal da, guckte in die Gegend und bemerkte das selbst erst, als seine Füße nass waren und er es roch.  Es gab auch sonst eine ganze Reihe von Situationen, (Hundeausstellung, laute Betrunkene im Park, nach einem Ausflugstag einfach kurz absitzen und warten...) wo er auslief. Ich bekam etwas später eine BachblütenmiscKallihung extra für ihn und gab ihm die etwa ein Jahr lang. Bis dato ist er fast 2 Jahre pinkelattackenfrei!!
Nina bemerkte irgendwann, dass sie ihn problemlos herumkommandieren kann und er vor ihr kuscht, wenn sie das will. Sie bemerkte auch, dass er mich ihr nicht wegnimmt, 
sondern dass man zu dritt auch viel Spaß haben kann.  Wie großartig man ist, wenn man schneller ist und den Ball erwischt, ui, was kann man dann angeben ;)
Ich kann nur jedem Zweithund-Neubesitzer sagen, die Gnatze von Hund Nummer eins legt sich und wenn Hund Nummer eins schon 'fertig' ist, erleichtert das den Umgang mit Hund Nummer zwei ungemein!
Mittlerweile (der ist ja nu schon lang genug hier ;)  ) hat sie sich natürlich an den Kallimann gewöhnt und Kalli auch an uns.
Wenn ich jetzt an unsere Anfänge denke, empfinde ich Kalli einfach als hilflos. Er kam zu mir in einer ganz wirren Zeit, ich ohne Zweithund-handling-Erfahrung und ganz auf Nina eingeschossen, wo Kalli doch so viel sensibler war. Er brauchte einfach eine für ihn angemessene und für mich quälend  lange Eingewöhnzeit... heute ist er freundlich, geht Stress weitestgehend aus dem Weg, ist ein angenehmer Begleiter, er hat keine panische Angst mehr vor Wasser, er vertraut mir fast blind und ist ein toller Hund, wenn er sich auch eine handvoll seiner seltsamen Verhalten bewahrt hat. ;)
Innzwischen hat sich herausgestellt, dass er eine Fehlfunktion seiner Schilddrüse hat, was einige seiner Verhalten erklären könnte. Da werd ich nochmal drauf eingehen, wenn's so weit ist.

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Das war Hagen!














Text und Bilder Copyright
Jessica Wolfrum