norbNorbert...

Norb

  • Name:         Norbert
  • Rasse:        äääh, Hund. Vielleicht Jacky-Frenchi
  • Geburtstag:Mitte - Ende 2007
  • Größe:        ca. 25 cm
  • Gewicht:      ca. 8 Kilo
  • Dabei seit:   27. Januar 2008
  • kastriert:      ja
  • Interessen: Kunststoff essen, Kugelschreiber essen, arschig sein... ... 
  • Norb's Lebenslauf
Ab und an stöbert man ja mal durch Kleinanzeigen, so auch ich an einem Sonntagnachmittag im Januar 2008... ein augenscheinlicher Dackelmix stach mir ins Auge. Luschig geschriebener Anzeigentext, zwei Handyfotos von einem jungen dunklen Hund. Unterm Text ganz klein, zu verschenken... die Anzeige war 10 Tage alt, Verschenkehunde sind nie lange zu haben. Ich musste an (B)Luna denken, die hier mal zur Pflege wohnte, eine dNorbrahtige rotbraune Dackelmix-Hündin, die einfach nur Spaß gemacht hat. "Wenn's ein Arsch ist, kannst ihn immernoch vermitteln..." schwirrte in meinem Kopf. Angerufen, Adresse notiert, Nanette eingepackt und nach Peine gefahren. Wir befuhren eine lange Straße mit netten Häusern, passierten ein sehr... naja... ein... Gruseliges... und mein Navi tönte 'Sie haben Ihr Ziel erreicht...'
Wir wurden an der Haustür empfangen, der inserierte Hund wurde rausgelassen. Ein langes, schuppiges, krummes, dunkelhaariges und sich fürchtendes Tier mit riesen-Stehohren huschte die Stufen runter und versteckte sich unter mir. Er strullte sich ein, ich hob ihn auf, er zitterte... ich sah das Herrchen an der Tür an und nahm den Hund namens Boomer mit. Dazu gabs eine Plastiktüte mit angefangenem Discounterfutter, einem Riesennapf, 'ner Flexi und das fusselige rote Halsband.
Auf der Heimfahrt wurde das Tierchen erstmal in Norbert umgetauft und durfte anschließend erstmal meine und andere Hunde kennenlernen. Unsicher stakelte er dazwischen herum...

Die nächsten Wochen und Monate waren anstrengend. Norb war schon damals ein echt sympathischer Hund, doch abends und nachts quietschte und fiepte er pausenlos. Er suchte stark den Körperkontakt bei Nina und Kalli und machte die beiden damit ganz kirre, waren sie alleine (oder statt nachts zu schlafen) pinkelte er zig kleine Pfützen überall hin. Unterwegs wusste er nicht wirklich, wo er hingehört, folgte Norbhäufig anderen Leuten trotz Schleppi 'meilenweit' und wirkte orientierungslos. Zu Hause klaute er außerdem alles erreichbare, fraß Laptopstecker, Kugelschreiber, Pappe, Plüschtiere, Schuhe... und bald sah ich ihn verzweifelt an.
Ich spendierte ihm eine Atlas car 100, kaum aufgestellt und Kissen reingelegt, saß Norbert drin und schaute raus. Die Kekse, mit denen ich ihm die Box schmackhaft machen wollte, warf ich ihm dann hinterher. Das war ab sofort sein Zimmer, er nahm seine Knochen und Kausachen mit rein, schlief seelig und ohne gequietsche und wirkte deutlich entspannter. Außerdem war so meine Einrichtung vor dem alleine seienden Norb geschützt ;)
Nach und nach fand auch Nina den Norb nett, sie gämmelten miteinander und ich freute mir 'nen Keks, als ich sah, dass Nina ihn zärtlich gnibbelte. Nina gnibbelt nur auserwählteste Hunde, Norb gehörte also dazu!

Einen weiteren Wendepunkt gab es, als ich mein Hochbett verkaufte. Der Umzug Richtung Dorf war zu sehen und die neuen Räume nur noch halb so hoch, also das schicke Bett ab nach eBay! Übrig blieb meine Matratze, die ab sofort im Schlafzimmer am Boden lag. Nachts kam NinNorba angeschlichen und machte es sich am Fußende bequem, ich ließ sie, denn nach'm Umzug mit neuem Bett ist eh wieder alles anders und dann gehts wieder andersrum! Norb kam Nina hinterher, schlüpfte unter meine Decke und pennte allabendlich eingerollt an meinen Beine oder Füßen. Praktisch ab da war Norb wie verwandelt. Er hatte nun den Überblick, wo er hingehört und fühlte sich merklich sicherer. Seine Box war nur noch selten zu, er wurde zuverlässig sauber und zeigte sich überaus pfiffig.
Während meiner Ausbildung konnte er mich auf drei einwöchige Seminare begleiten, er hat den Sachkundenachweis Aquaristik, den Pflanzenschutzschein, er könnte Fische, Hundefutter und Rasenmäher verkaufen...  seine kleine Größe ist reisetechnisch wirklich sehr angenehm und unauffällig.
Wo ich anfangs dachte, er sei vielleicht hoffentlich und bestimmt ein Corgimix, wurde ich nach und nach umgestimmt. Melle pochte schon immer drauf, er sein ein Bully-(Jacky)-Mix und je mehr Bullies und Jackies ich beobachtete, desto rechter hatte sie. *zugeb* Wollte nie mit einem Terrier zusammenleben und auch nie einen Bully haben, aber Norb ist schon cool. Er ist sportlich, gelehrig, klettert, springt, balanciert, schwimmt einfach für mich und vertraut mir fast schon blind. Ich sag ihm, er kann da und da hoch, er glaubt das und schaffts ;) manchmal mit meiner Hilfe, aber er tut's halt. Er ist ein kleiner Hund, der mit mir durch wirklich dick und wirklich dünn gehen würde, er ist Vizechef und kopfmäßig ein bisschen Nina-like.

Seine Terrierhaftigkeit kann allerdings sehr nerven. Er spielt arschig laut mit Gespringe, Reingebeiße, Ohrenziehen, Gebratze und Geknurre, meint das aber wirklich nicht böse. Versteht bloß nicht jeder, den er anspielt *nervt* Er hackt Nina oder Kalli in die Hinterbeine und rast gleich gröhlend weiter, damit sie ihn nicht kloppen können...
Das Klauen und Kunststoff-Fressen hat sich bis Heute zwar etwas verringert, aber er tut's immernoch. Kann ja alles nur noch besser werden.

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Das war Hagen!














Text und Bilder Copyright
Jessica Wolfrum